Der Chorleiter

Stefan Wurm

wurde 1993 Chorleiter der Chorgemeinschaft GERMANIA Siegburg. Der 50jährige Musikdirektor hat nach dem Abitur von 1979 bis 1984 Schulmusik an der Hochschule für Musik in Köln u. a. bei den Professoren Hermann Schröder (Tonsatz), Edith Kertesz (Gesang), Clemens Ganz (Chorleitung) und Hermannjosef Rübben (Didaktik) sowie Deutsch und Erziehungswissenschaften studiert. Seit 1980 ist er als Chorleiter tätig und dirigiert heute neben der GERMANIA die Chorgemeinschaft der Musikschule Sankt Augustin und den MGV Rösrath. Als Mitglied des Fachverbandes Deutscher Berufschorleiter (FDB) wurde ihm 1993 aufgrund seiner Konzerttätigkeit, auch in Verbindung mit Orchesterleitung, der Titel „Musikdirektor (FDB)“ verliehen. Seit 1994 ist er Mitglied im Musikausschuss des „Bergischen Chorfestes e.V.“ und im Jahr 2002 wurde er in diesem Gremium zum zweiten Vorsitzenden gewählt.

Seit Mai 2009 ist er Mitglied des Internationalen Chorleiterverbandes (ICV) mit dem Titel „Musikdirektor ICV“.

Als Nachfolger von Theo Breuer, der die GERMANIA 42 Jahre musikalisch führte und der ihm 1993 in der Matthias-Kathedrale von Budapest den Taktstock überreichte, setzte er dessen erfolgreiche Chorarbeit fort. In den stets ausverkauften Konzerten in Siegburgs Stadthalle und seit 2006 in der 1500 Zuhörer fassenden Rhein-Sieg-Halle zeigte er sich als exzellenter Kenner sowohl traditioneller als auch zeitgenössischer Chormusik  und bewies bei der Auswahl der Solisten (u. a. Hans Sotin, Kurt Moll, Anja Harteros) und der Gastchöre (u. a. Santo Thomas Singers aus Manila) eine glückliche Hand.

Auch für die Auftritte bei den zahlreichen Konzertreisen des Chores (u. a. 1998 nach Namibia, 2000 nach Kanada, 2003 in die USA und nach Mexiko und 2005 nach Skandinavien) stellte er ein Repertoire zusammen, das die Zuhörer begeisterte. Seinen Mann steht er auch als Orchesterleiter, so dirigierte er 2006 das „Akademische Orchester Bonn“ beim Herbstkonzert 2006 in Siegburg und 2008 das „Philharmonische Orchester Bad Reichenhall“ bei einem Auftritt des Chores im Rahmen der Johann-Strauß-Woche in dem bekannten bayerischen Kurort.

Stimmen zu Stefan Wurm:

Walter Dohr in „Chorlive-online“:

 „Stefan Wurm kann auf gute Tenöre und Bässe zurückgreifen, die stimmlich hervorragend geschult sind und sich auf vorbildliche Phrasierung, Stimmkultur und Artikulation verstehen.“ (Konzert des MGV Rösrath)

 Thomas Mandl (Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Bad Reichenhall):

„Ich habe einen hervorragend einstudierten Männerchor empfangen dürfen (hier auch noch einmal schriftlich mein wärmstes Kompliment an Herrn Kollegen Wurm!) und eine bestens aufgelegte Truppe erlebt. Das lm-Wechsel-Dirigieren mit Ihnen, Herr Wurm hat mir viel Spaß gemacht, und Sie haben das Orchester bestens mit Ihrem Dirigat bedient. Gerne habe ich dabei zugeschaut (was nicht immer der Fall ist, wenn man einem Kollegen bei der Arbeit zusieht!).“

Peter Lorber (Rhein-Sieg-Rundschau):

„Ach, lieber Stefan Wurm, hätten Sie doch dieses Werk gleich im Anschluss noch einmal aufgeführt, noch einmal und noch einige Male. Denn so viel schöne Musik und so viele farbenglühende Kontraste und Nuancen lassen sich beim ersten Zuhören nicht verarbeiten.“ (Konzert der Chorgemeinschaft der Musikschule Sankt Augustin)

 Peter Lorber (Rhein-Sieg-Rundschau):

In der ersten Hälfte nämlich setzte Stefan Wurm mit Liedern dem „Gesang eines welken Baumes“ (Kan Ishii) auf edle Gesangskunst. Hier führte der Gastgeber vor Augen, welch zerbrechliches Gebilde eigentlich ein Chorsatz ist, auch wenn er von einem vor Kraft strotzendem 73-köpfigen Männerensemble dargeboten wird. Dass das filigrane Kunstwerk durch entsprechend feinnervige Intonation in allen Facetten seine Wirkung entfaltete, war eine große Leistung der Sänger und eine noch größere von Wurm, der mit fordernder und korrigierender Gestik seine Herren durch das klippenreiche Fahrwasser aus abrupten Tempowechseln, extremen Höhenb und Tiefen lenkte.

Peter Lorber (Rhein-Sieg-Rundschau):

Als wolle er beweisen, dass seine Sänger auch die hohe Schule des A-cappella-Gesangs aus dem Effeff beherrschen, ließ Stefan Wurm als allerletztes Lied der Zugabe "Müde bin ich, geh zur Ruh" anstimmen. Dezent und ohne viel Aufhebens führte der Musikdirektor seine gut 70 Männer da durch die wundervolle Melodie, verbündete die wie ein Kornfeld im Sommerwind wogenden Ober- und Unterstimmen wohlklingend und brachte sie mit einer leichten, wischenden Handbewegung auf einen Schlag zum Schweigen und beendete damit ein denkwürdiges Konzert.